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Hollyland LARK M3 – Ein Funkmikrofonsystem für bis zu vier Sprecher und mehrere Kameras

Ob Interview, Videopodcast oder aufwendige Mehrkamera-Produktion: Sobald mehrere Personen gleichzeitig vor der Kamera stehen, wird die Tonaufnahme anspruchsvoller. Jeder Sprecher benötigt ein Mikrofon, die Signale müssen zuverlässig übertragen werden und idealerweise sollen sich die einzelnen Stimmen später unabhängig voneinander bearbeiten lassen. Kommen mehrere Kameras hinzu, steigt der technische Aufwand zusätzlich.

Mit dem neuen Hollyland LARK M3 stellt der Hersteller ein kompaktes Funkmikrofonsystem vor, das genau für solche Situationen entwickelt wurde. 

  • Es unterstützt bis zu 4 Sender und 4 Empfänger,
  • ermöglicht die Aufnahme von vier separaten Audiospuren 
  • und kombiniert eine KI-gestützte Geräuschunterdrückung mit individuell einstellbaren Stimmenprofilen.

Bemerkenswert ist dabei vor allem die flexible Systemarchitektur: Ihr könnt mehrere Sprecher über einen gemeinsamen Empfänger aufnehmen oder das Audiosignal eines Sprechers gleichzeitig an mehrere Aufnahmegeräte übertragen. Das funktioniert mit unterschiedlichen Kombinationen aus Kamera- und USB-C-Empfängern.

Hollyland Lark M3 - Dein Sound für Deine Videos!

In diesem Beitrag zeigen wir euch, welche technischen Möglichkeiten das LARK M3 bietet, wie sich diese in der Praxis nutzen lassen und worauf ihr bei der Auswahl und der Einrichtung achten solltet.

Bis zu vier Sender und vier Empfänger – Flexibilität für unterschiedliche Aufnahmesituationen

Das zentrale Merkmal des Hollyland LARK M3 ist seine flexible Konfiguration. Das System unterstützt bis zu vier Sender (TX) und vier Empfänger (RX). Dabei kann ein Empfänger die Signale von bis zu vier Sendern gleichzeitig empfangen. Umgekehrt lässt sich ein einzelner Sender mit maximal vier Empfängern verbinden.

Was zunächst wie eine technische Spielerei klingt, eröffnet im Produktionsalltag einige interessante Optionen.

Praxisbeispiel:

Stellt euch vor, ihr produziert einen Videopodcast mit vier Teilnehmern. Statt mehrere unabhängige Funkmikrofonsysteme einzusetzen, könnt ihr alle vier Personen mit jeweils einem LARK-M3-Sender ausstatten und ihre Audiosignale über einen gemeinsamen Empfänger an das Aufnahmesystem übertragen.

Bei einer Mehrkamera Produktion funktioniert das Prinzip auch in die andere Richtung: Ein Sprecher trägt einen einzigen Sender, dessen Signal gleichzeitig von mehreren Kameras empfangen wird. Dadurch könnt ihr verschiedene Kameraperspektiven mit dem zugehörigen Ton aufzeichnen, ohne jede Kamera mit einer separaten Funkstrecke ausstatten zu müssen.

Besonders interessant wird es, wenn ihr beide Möglichkeiten kombiniert. So könnt ihr beispielsweise zwei Sprecher mit jeweils einem Sender ausstatten und deren Audiosignale gleichzeitig an mehrere Kameras übertragen.

AufnahmesituationKonfigurationPraktischer Nutzen
Interview2 Sender + 1 EmpfängerZwei Sprecher über ein gemeinsames Aufnahmegerät erfassen
Gruppendiskussion4 Sender + 1 EmpfängerVier Personen gleichzeitig aufnehmen
Mehrkamera Interview2 Sender + mehrere EmpfängerDieselben Sprecher gleichzeitig auf mehreren Kameras aufnehmen
Hybride VideoproduktionMehrere Sender + Kamera- und USB-C-EmpfängerUnterschiedliche Aufnahmegeräte gemeinsam verwenden

Sender und Empfänger während der Aufnahme hinzufügen

Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit, ein bestehendes Setup während der Produktion zu verändern.

Es lassen sich zusätzliche Sender und Empfänger während einer laufenden Aufnahme verbinden oder bereits verwendete Geräte entfernen, ohne die verbleibenden Audioverbindungen zu unterbrechen.

Das kann beispielsweise bei Veranstaltungen hilfreich sein, wenn sich die Anzahl der Gesprächsteilnehmer verändert oder eine zusätzliche Kamera zum Einsatz kommt. Anstatt die gesamte Funkstrecke neu einzurichten, könnt ihr eure bestehende Konfiguration innerhalb der Systemgrenzen erweitern.

Für solche Anwendungen bietet das LARK M3 unterschiedliche Empfänger Varianten, die sich auch miteinander kombinieren lassen. Die tatsächlichen Anschlussmöglichkeiten hängen dabei vom jeweiligen Empfängertyp und eurem Aufnahmegerät ab.

Vier separate Audiospuren – Mehr Kontrolle beim Videoschnitt

Bei einer Aufnahme mit mehreren Personen gehört die unterschiedliche Sprechlautstärke zu den häufigsten Herausforderungen. Während ein Teilnehmer besonders laut spricht, ist ein anderer nur schwer zu verstehen. Hinzu kommen mögliche Störgeräusche, Räuspern oder Gesprächspausen.

Werden sämtliche Mikrofonsignale bereits während der Aufnahme auf einer gemeinsamen Tonspur zusammengemischt, lassen sich solche Probleme nachträglich nur eingeschränkt korrigieren.

Hier bietet das LARK M3 eine wichtige Funktion: Es kann die Audiosignale von vier Sendern als vier voneinander getrennte Spuren ausgeben.

Dadurch könnt ihr jeden Sprecher unabhängig bearbeiten. Ist beispielsweise ein Teilnehmer deutlich leiser als die anderen, lässt sich seine Lautstärke gezielt anpassen. Ebenso könnt ihr einzelne Stimmen mit unterschiedlichen Equalizer-Einstellungen bearbeiten oder störende Geräusche auf einer bestimmten Spur reduzieren, ohne die übrigen Sprecher zu beeinflussen.

Gerade für Interviews, Gesprächsrunden und Videopodcasts kann diese zusätzliche Kontrolle den anschließenden Videoschnitt erheblich erleichtern.

Welche Voraussetzungen gelten für die Vierkanalaufnahme?

Entscheidend ist allerdings, wie ihr den Empfänger mit eurem Aufnahmegerät verbindet. Denn nicht jeder Anschluss überträgt automatisch vier getrennte Audiospuren.

Hollyland sieht dafür 2 Optionen vor.

Bei kompatiblen Kameras kann ein separat erhältlicher Hot-Shoe-Adapter verwendet werden. Alternativ lassen sich sowohl der Kameraempfänger als auch der USB-C-Empfänger über USB-C mit einem Computer verbinden. Mit geeigneter Aufnahmesoftware können dort vier separate Audiokanäle aufgezeichnet werden.

Der analoge 3,5-mm-Ausgang des Kameraempfängers ist dagegen nicht mit einem digitalen Vierkanalausgang gleichzusetzen. Hier stehen die üblichen Mono- und Stereo-Konfigurationen zur Verfügung.

Wenn ihr regelmäßig mit drei oder vier Sprechern arbeitet und die Stimmen im Schnitt unabhängig bearbeiten möchtet, solltet ihr deshalb vorab prüfen, ob eure Kamera beziehungsweise eure Aufnahmesoftware die benötigte Kanalzahl unterstützt.

AnschlussSeparate VierkanalausgabeVoraussetzung
Kameraempfänger über 3,5-mm-KabelNeinAnaloge Mono- oder Stereoaufnahme
Kameraempfänger über Hot-Shoe-AdapterJaKompatible Kamera und passender Adapter
Kameraempfänger über USB-CJaComputer mit kompatibler Aufnahmesoftware
USB-C-Empfänger über USB-CJaComputer mit kompatibler Aufnahmesoftware

32-Bit-Float-Audio – Mehr Spielraum bei unterschiedlichen Lautstärken

Neben der flexiblen Systemarchitektur gehört die Unterstützung von 32-Bit-Float-Audio zu den wesentlichen technischen Eigenschaften des LARK M3.

  • Das Mikrofon arbeitet mit einer Abtastrate von 48 kHz 
  • und unterstützt die digitale Audioausgabe sowohl mit 24 Bit als auch mit 32-Bit-Float. 
  • Hollyland nennt außerdem einen Signal-Rausch-Abstand von mindestens 70 dB,
  • einen maximalen Schalldruckpegel von 125 dB SPL
  • und einen Frequenzgang von 20 Hz bis 20 kHz.

Doch welchen Vorteil bietet euch 32-Bit-Float bei der Aufnahme?

Bei herkömmlichen digitalen Aufnahmen mit 24-Bit-Festkommadarstellung müssen die Aufnahmepegel so eingestellt werden, dass ausreichend Abstand zur digitalen Übersteuerungsgrenze bleibt. Andernfalls können besonders laute Signalspitzen zu Clipping führen. Die dabei entstehenden Verzerrungen lassen sich nachträglich nicht ohne Weiteres entfernen.

32-Bit-Float ermöglicht dagegen die Speicherung von Audiosignalen mit einem sehr großen numerischen Dynamikbereich. Wird das Format durchgehend vom Aufnahmegerät und der Software unterstützt, können Pegel in der Nachbearbeitung wesentlich flexibler korrigiert werden.

Das ist insbesondere dann interessant, wenn sich die Lautstärke während einer Aufnahme stark verändert. Ein typisches Beispiel wäre ein Interview, bei dem ein Gesprächspartner zunächst leise spricht und während einer lebhaften Diskussion plötzlich deutlich lauter wird.

Allerdings ist 32-Bit-Float kein universeller Schutz vor übersteuerten Aufnahmen. Verzerrungen, die bereits am Mikrofon oder innerhalb der vorgeschalteten Signalverarbeitung entstehen, lassen sich durch das Dateiformat nicht rückgängig machen. Auch eine stabile Funkverbindung wird dadurch nicht garantiert.

Zusätzlich verfügt das LARK M3 über eine automatische Pegelbegrenzung. Die sogenannte Auto-Limit Clip Protection soll übermäßige Pegelspitzen begrenzen.

32-Bit-Float funktioniert nicht mit jedem Aufnahmegerät

Eine wichtige Einschränkung betrifft die tatsächliche Verfügbarkeit des Formats.

Laut Hollyland wird die 32-Bit-Float-Audioausgabe auf Apple-Mobilgeräten nur in Verbindung mit geeigneten Drittanbieter-Apps unterstützt. Unter Android ist derzeit maximal eine 24-Bit-Ausgabe möglich.

Auch die vorinstallierte Kamera-App und die Sprachmemos-App des iPhones unterstützen keine entsprechende 32-Bit-Float-Aufnahme. Wollt ihr dieses Format verwenden, müsst ihr daher sowohl die Kompatibilität eures Aufnahmegeräts als auch die Einstellungen der verwendeten Software überprüfen. Als geeignete iPhone-Anwendungen nennt Hollyland unter anderem n-Track Studio, Cubasis und Apogee MetaRecorder.

Wichtig ist außerdem, dass das LARK M3 keine interne Audioaufzeichnung bietet. Die 32-Bit-Float-Funktion bezieht sich auf die digitale Audioausgabe an ein kompatibles Aufnahmegerät. Eine unabhängige Sicherheitsaufnahme direkt auf den Sendern ist damit nicht möglich.

Aufnahmegerät bzw. Software32-Bit-Float-Unterstützung
iPhone mit geeigneter Drittanbieter-AppJa, bei kompatibler Hard- und Software
iPhone mit integrierter Kamera-AppNein
iPhone mit Sprachmemos-AppNein
Android-SmartphoneNein, maximal 24 Bit laut Hersteller
ComputerAbhängig von Betriebssystem, Aufnahmeweg und Software

KI-Geräuschunterdrückung – Verständliche Sprache bei wechselnden Umgebungsgeräuschen

Nicht jede Aufnahme findet in einem akustisch kontrollierten Raum statt. Bei Außeninterviews können Straßenverkehr und Wind die Sprachverständlichkeit beeinträchtigen. Auch in Innenräumen sorgen Klimaanlagen, Lüfter oder andere Personen häufig für störende Hintergrundgeräusche.

Das LARK M3 besitzt deshalb eine KI-gestützte Geräuschunterdrückung, die sowohl kontinuierliche Störgeräusche als auch plötzlich auftretende Geräusche reduziert.

Dafür stehen 3 einstellbare Intensitätsstufen mit 10, 15 und 20 dB zur Verfügung. Die Funktion lässt sich über die Bedienelemente der Sender beziehungsweise des primären Empfängers ein- und ausschalten. Die gewünschte Intensität könnt ihr über die HollyAudio-App einstellen.

Die unterschiedlichen Stufen ermöglichen es, die Geräuschunterdrückung an die jeweilige Aufnahmesituation anzupassen.

Für ein Gespräch in einem ruhigen Innenraum kann bereits eine geringe Intensität ausreichen. An einer stark befahrenen Straße könnte dagegen eine höhere Einstellung sinnvoll sein.

Dabei gilt allerdings: Eine stärkere Geräuschunterdrückung liefert nicht zwangsläufig das natürlichere Ergebnis. Werden Störgeräusche sehr intensiv herausgefiltert, kann dies auch die Klangcharakteristik der Stimme beeinflussen.

FunktionAufgabeBesonderheit
KI-GeräuschunterdrückungReduziert störende UmgebungsgeräuscheDrei Intensitätsstufen: 10, 15 und 20 dB
One-Tap Vocal EnhancementAutomatische Stimmenoptimierung, unter anderem Reduzierung von ZischlautenEinheitlicher Effekt für alle verbundenen Sender
My Voice ProfileIndividuelle klangliche AnpassungUnterschiedliche Stimmenprofile für bis zu vier Sender
Smart MixPriorisiert einen Hauptsprecher und reduziert UmgebungsgeräuscheNur im Mono-Modus verfügbar

Unsere Tipps:

Wir empfehlen deshalb, zunächst mit einer niedrigen Einstellung zu arbeiten und die Intensität nur bei Bedarf zu erhöhen. Macht nach Möglichkeit eine kurze Testaufnahme und beurteilt das Ergebnis mit Kopfhörern.

Bei Außenaufnahmen solltet ihr außerdem den mitgelieferten Fellwindschutz verwenden. Er reduziert die Windbelastung direkt am Mikrofon und ergänzt damit die elektronische Geräuschunterdrückung. Starke Windgeräusche, die bereits an der Mikrofonkapsel Verzerrungen verursachen, lassen sich allein durch die nachträgliche Signalverarbeitung nicht zuverlässig beseitigen.

Individuelle Stimmenprofile – Vier Sprecher, vier unterschiedliche Einstellungen

Während die Geräuschunterdrückung unerwünschte Umgebungsgeräusche reduzieren soll, konzentriert sich die Stimmenoptimierung des LARK M3 auf die klanglichen Eigenschaften der aufgenommenen Stimmen.

Dafür bietet Hollyland zwei unterschiedliche Funktionen.

One-Tap Vocal Enhancement

Mit der One-Tap-Funktion lässt sich eine automatische Stimmenoptimierung aktivieren. Dabei werden unter anderem ausgeprägte Zischlaute reduziert, um die Sprachwiedergabe ausgewogener zu gestalten.

Das Besondere: Aktiviert ihr diese Funktion, wird derselbe Effekt automatisch auf alle verbundenen Sender angewendet. Auch später hinzugefügte Sender übernehmen diese Einstellung.

Das eignet sich beispielsweise für Aufnahmen, bei denen ihr schnell eine einheitliche Stimmenbearbeitung verwenden möchtet.

My Voice Profile – Unterschiedliche Klangprofile für einzelne Sprecher

Deutlich mehr Einstellmöglichkeiten bietet die Funktion My Voice Profile.

Über die HollyAudio-App stehen acht integrierte Stimmen-Presets zur Verfügung, die sich zusätzlich anpassen und als eigene Profile speichern lassen. Anschließend könnt ihr jedem Sender ein individuelles Profil zuweisen.

So ist es möglich, vier Sprecher gleichzeitig mit vier unterschiedlichen Einstellungen aufzunehmen.

Das ist beispielsweise bei Videopodcasts interessant, wenn die Teilnehmer sehr unterschiedliche Stimmen besitzen. Während bei einer Person die höheren Frequenzen etwas zurückgenommen werden sollen, kann bei einer anderen eine andere klangliche Abstimmung sinnvoll sein.

Innerhalb der App könnt ihr die optimierte Stimme mit dem ursprünglichen Klang vergleichen. Dadurch lassen sich die vorgenommenen Einstellungen besser beurteilen, bevor ihr sie für eine Aufnahme verwendet.

Zusätzlich bietet die HollyAudio-App eine Smart-Mix-Funktion für Aufnahmen mit mehr als zwei Sendern. Sie soll die Stimme eines Hauptsprechers priorisieren und gleichzeitig Umgebungsgeräusche reduzieren. Diese Funktion steht ausschließlich im Mono-Modus zur Verfügung und ist daher keine Alternative zur separaten Bearbeitung von vier einzelnen Audiospuren.

Für Produktionen mit mehreren Sprechern ist vor allem die individuelle Stimmenoptimierung interessant. Sie ermöglicht eine gezielte klangliche Abstimmung bereits während der Aufnahme. Eine sorgfältige Mikrofonplatzierung und gegebenenfalls notwendige Nachbearbeitung ersetzt sie allerdings nicht.

Mehrkamera Produktionen – Zentrale Steuerung statt widersprüchlicher Einstellungen

Sobald mehrere Empfänger gleichzeitig mit den Sendern verbunden sind, stellt sich eine wichtige Frage: Welcher Empfänger darf die Mikrofoneinstellungen verändern?

Wären sämtliche Bedienelemente uneingeschränkt verfügbar, könnte beispielsweise eine versehentliche Stummschaltung an einer Kamera die Audioaufnahme der übrigen Geräte beeinträchtigen.

Hollyland löst dieses Problem mit einer automatischen Rollenverteilung zwischen primären und sekundären Empfängern.

Der primäre Empfänger übernimmt die zentrale Steuerung der Sender. Über ihn lassen sich beispielsweise die Geräuschunterdrückung und die Stummschaltung verwalten. Sekundäre Empfänger können diese Einstellungen überprüfen, aber nicht eigenständig verändern.

Andere Einstellungen bleiben dagegen empfängerabhängig. So kann jeder Kameraempfänger seinen Aufnahmepegel und Kanalmodus individuell konfigurieren. Dadurch lässt sich das Audiosignal an unterschiedliche Kameras anpassen, ohne die gemeinsamen Sendereinstellungen zu verändern.

FunktionPrimärer EmpfängerSekundärer Empfänger
Audio empfangenJaJa
Sender stummschaltenJaNein
Geräuschunterdrückung steuernJaNein
Senderstatus anzeigenJaJa
Eigenen Aufnahmepegel einstellenJaJa
Eigenen Kanalmodus auswählen (Kameraempfänger)JaJa

Was passiert, wenn der primäre Empfänger ausfällt?

Wird der primäre Empfänger ausgeschaltet oder verliert er seine Verbindung, übernimmt automatisch einer der übrigen verbundenen Empfänger dessen Rolle.

Die bestehenden Audioverbindungen der verbleibenden Empfänger werden dadurch laut Hersteller nicht unterbrochen. Bei Bedarf könnt ihr die Rollen außerdem über die HollyAudio-App neu zuweisen.

Insbesondere bei Produktionen mit mehreren unabhängig arbeitenden Kameras ist das eine interessante Funktion. ihr könnt einzelne Aufnahmegeräte entfernen oder wechseln, ohne sämtliche Mikrofonverbindungen neu aufbauen zu müssen.

Wichtig ist jedoch die Unterscheidung zwischen einer unterbrechungsfreien Rollenübertragung und einer tatsächlichen Backup-Aufnahme: Die automatische Rollenverteilung schützt nicht vor sämtlichen Übertragungsproblemen und ersetzt keine unabhängige Tonaufzeichnung.

Kompakte Sender mit magnetischer Befestigung

Trotz der erweiterten Aufnahmemöglichkeiten bleibt das LARK M3 ein ausgesprochen kompaktes System.

Die runden Sender wiegen jeweils rund 9 g und besitzen einen Durchmesser von etwa 26,5 mm bei einer Tiefe von ungefähr 10 mm. Dank magnetischer Befestigung könnt ihr sie an unterschiedlichen Stellen der Kleidung anbringen, ohne einen klassischen Mikrofonclip verwenden zu müssen.

Die geringe Größe ist vor allem bei Videoaufnahmen interessant, bei denen das Mikrofon möglichst unauffällig bleiben soll. Gleichzeitig können die leichten Sender auch an dünnerer Kleidung angebracht werden, ohne diese übermäßig zu belasten.

Bei der Positionierung solltet ihr dennoch darauf achten, ausreichend Abstand zu Schmuck, Kragen und anderen potenziellen Geräuschquellen einzuhalten. Eine ungünstige Mikrofonposition kann selbst durch eine umfangreiche digitale Audiobearbeitung nicht vollständig ausgeglichen werden.

Praktisch für den mobilen Einsatz ist das kombinierte Lade- und Transportcase. Abhängig von der gewählten Produktvariante bietet es Platz für Sender, Empfänger und Zubehör wie Windschutze und Anschlusskabel. Ein Verschlussmechanismus verhindert, dass sich das Case während des Transports unbeabsichtigt öffnet.

Smartphone, Kamera oder Computer – Die passenden Anschlussmöglichkeiten

Die Wahl des Empfängers entscheidet darüber, wie ihr das LARK M3 in Euren Aufnahmeablauf integrieren könnt.

Der kompakte USB-C-Empfänger lässt sich direkt an kompatible Smartphones und andere unterstützte Geräte anschließen. Über seinen zusätzlichen USB-C-Anschluss können kompatible Smartphones bei Bedarf während der Aufnahme extern mit Strom versorgt werden.

Das ist insbesondere für längere Interviews oder mobile Videoproduktionen hilfreich, bei denen die Akkulaufzeit des Smartphones zum begrenzenden Faktor werden kann.

Für klassische Videokameras steht ein separater Kameraempfänger zur Verfügung. Er besitzt einen analogen 3,5-mm-TRS-Ausgang und kann über das entsprechende Verbindungskabel an den Mikrofoneingang der Kamera angeschlossen werden.

Zusätzlich verfügt er über eine USB-C-Schnittstelle zur digitalen Audioausgabe. Damit lässt sich der Empfänger auch an einen kompatiblen Computer anschließen.

Die Aufnahmepegel können bei beiden Empfängervarianten angepasst werden. Beim USB-C-Empfänger erfolgt die Einstellung in sechs Stufen über die App. Der Kameraempfänger bietet drei Pegelstufen, die entweder über seinen Schieberegler oder die App ausgewählt werden können.

Bei der Einrichtung eines Kameraempfängers solltet ihr darauf achten, dass sowohl sein Ausgangspegel als auch die Eingangsempfindlichkeit der Kamera sinnvoll eingestellt sind. Ein korrekt eingestellter Aufnahmepegel verhindert unnötiges Rauschen und reduziert das Risiko einer Übersteuerung.

Akkulaufzeit und Reichweite im Produktionsalltag

Hollyland gibt für die Sender eine Akkulaufzeit von bis zu acht Stunden an, sofern die Geräuschunterdrückung deaktiviert ist. Bei eingeschalteter Geräuschunterdrückung reduziert sich die Laufzeit laut Hersteller auf etwa vier bis viereinhalb Stunden. Der Kameraempfänger erreicht eine angegebene Betriebsdauer von ungefähr neun Stunden.

Mit dem Ladecase der Variante mit zwei Sendern und zwei Empfängern lassen sich beide Sender mehr als zweimal vollständig aufladen. Daraus ergibt sich eine Gesamtlaufzeit von jeweils bis zu 24 Stunden pro Sender.

Die beworbenen 48 Stunden beziehen sich auf den abwechselnden Einsatz von zwei Sendern inklusive der zusätzlichen Ladungen durch das Case. Sie dürfen also nicht mit einer entsprechend langen, ununterbrochenen Betriebsdauer eines einzelnen Mikrofons verwechselt werden.

Die angegebene Ladezeit beträgt ungefähr eineinhalb Stunden für einen Sender und zweieinhalb Stunden für das Ladecase.

Für die Funkübertragung verwendet das LARK M3 das 2,4-GHz-Frequenzband mit adaptivem Frequenzwechsel. Die maximale Reichweite liegt laut Hersteller bei 300 m unter idealen Bedingungen mit freier Sicht und ohne störende Funkquellen.

Im Produktionsalltag solltet ihr diesen Wert allerdings nicht als garantierte Reichweite betrachten. Hindernisse, die Position der Sender und eine hohe Auslastung des 2,4-GHz-Frequenzbandes können die tatsächlich erreichbare Entfernung reduzieren.

Insbesondere bei wichtigen Aufnahmen empfiehlt sich deshalb ein kurzer Verbindungstest unter den konkreten Produktionsbedingungen.

Welche LARK-M3-Variante passt zu eurer Produktion?

Das LARK M3 ist in vier unterschiedlichen Konfigurationen erhältlich. Welche Variante sich für euch eignet, hängt in erster Linie davon ab, wie viele Sprecher ihr gleichzeitig aufnehmen möchtet und welche Aufnahmegeräte verwendet werden.

ProduktvarianteLieferumfang und Einsatzbereich
2 TX + 1 RXZwei Sender und ein USB-C-Empfänger. Geeignet für Smartphone-Aufnahmen und Interviews mit zwei Personen.
2 TX + 2 RXZwei Sender sowie je ein Kamera- und USB-C-Empfänger. Interessant für Produktionen mit Kamera und Smartphone.
4 TX + 2 RXVier Sender sowie je ein Kamera- und USB-C-Empfänger. Für Interviews und Gesprächsrunden mit bis zu vier Personen.
2 TX + 4 RXZwei Sender und vier USB-C-Empfänger. Für Szenarien, in denen dieselben Sprecher über mehrere kompatible Geräte aufgenommen werden sollen.

Die Zusammenstellung entspricht den von Hollyland veröffentlichten Produktpaketen.

Beachtet insbesondere bei der Variante mit vier Empfängern, dass diese ausschließlich USB-C-Empfänger enthält. Wenn ihr mehrere klassische Kameras über deren analoge Mikrofoneingänge anschließen möchtet, benötigt ihr stattdessen entsprechende Kameraempfänger.

Die maximale Erweiterbarkeit des Systems und der konkrete Lieferumfang sind also zwei unterschiedliche Dinge. Prüft deshalb vor dem Kauf, welche Sender, Empfänger und gegebenenfalls zusätzlichen Adapter für Euren vorgesehenen Aufnahmeaufbau erforderlich sind.

VarianteSenderEmpfängerTypischer Einsatz
2 TX + 1 RX21 × USB-CMobile Interviews
2 TX + 2 RX21 × USB-C, 1 × KameraFlexible Smartphone- und Kameraproduktionen
4 TX + 2 RX41 × USB-C, 1 × KameraGruppeninterviews
2 TX + 4 RX24 × USB-CZwei Sprecher mit mehreren kompatiblen Aufnahmegeräten

Hollyland LARK M3 vs. DJI Mic 3 und DJI Mic Mini – Wo liegen die Unterschiede?

Wer sich für das Hollyland LARK M3 interessiert, wird bei der Suche nach einem passenden Funkmikrofon vermutlich auch auf die Modelle von DJI stoßen. Insbesondere das DJI Mic 3 bietet vergleichbare Möglichkeiten für Aufnahmen mit mehreren Sprechern und Kameras. Das DJI Mic Mini verfolgt dagegen einen kompakteren Ansatz für klassische Interviews und mobile Videoproduktionen.

Doch worin unterscheiden sich die drei Systeme und welche Funktionen sind für Eure Aufnahmen tatsächlich relevant?

Die wichtigsten technischen Unterschiede im Überblick

EigenschaftHollyland LARK M3DJI Mic 3DJI Mic Mini
Max. Sender442
Max. Empfänger481
Vier separate AudiospurenJa*Ja*Nein
32-Bit-FloatDigitale Ausgabe*Interne AufnahmeNein
Interne AufzeichnungNeinJaNein
Gewicht pro Sender9 g16 g10 g
Max. Funkreichweite300 m400 m400 m
Akkulaufzeit pro SenderBis zu 8 hBis zu 8 hBis zu 11,5 h

Hollyland LARK M3 und DJI Mic 3 – Zwei unterschiedliche Aufnahmekonzepte

Das DJI Mic 3 ist aufgrund seiner Mehrkanalfunktionen der unmittelbarste Vergleichspartner. Beide Systeme unterstützen bis zu vier Sender und ermöglichen die Ausgabe von vier separaten Audiospuren an geeignete Aufnahmegeräte.

Ein Unterschied besteht in der Anzahl der unterstützten Empfänger. Während beim LARK M3 bis zu vier Empfänger gleichzeitig verwendet werden können, unterstützt das DJI Mic 3 bis zu acht. Bei umfangreicheren Mehrkameraproduktionen kann diese zusätzliche Kapazität relevant sein.

Deutlicher unterscheiden sich die beiden Systeme bei der Audioaufzeichnung. Das DJI Mic 3 besitzt einen integrierten Speicher für interne 32-Bit-Float-Aufnahmen. Außerdem unterstützt es die gleichzeitige Speicherung einer unbearbeiteten und einer durch die Signalverarbeitung optimierten Audiodatei. Hinzu kommt eine integrierte Timecode-Funktion, die die Synchronisierung verschiedener Aufnahmegeräte in der Nachbearbeitung erleichtern kann.

Beim LARK M3 erfolgt die Aufzeichnung hingegen über ein externes Aufnahmegerät. Dafür bietet Hollyland acht anpassbare Stimmen-Presets, die individuell auf bis zu vier Sender verteilt werden können. DJI stellt beim Mic 3 drei Klangvoreinstellungen sowie eine adaptive Verstärkungsregelung zur Verfügung.

Der Vergleich zeigt damit unterschiedliche Schwerpunkte: Das LARK M3 kombiniert flexible Mehrgeräteverbindungen mit einer individuellen Stimmenbearbeitung. Das DJI Mic 3 ergänzt seine Mehrkanalfunktionen insbesondere um interne Sicherheitsaufnahmen und Timecode.

Hollyland LARK M3 und DJI Mic Mini – Kompaktes Design mit unterschiedlichen Einsatzbereichen

Das DJI Mic Mini und das Hollyland LARK M3 verfolgen beim Design einen ähnlichen Ansatz. Beide Systeme setzen auf kleine, magnetisch befestigte Sender, die sich unauffällig an der Kleidung tragen lassen. Mit 9 g beim LARK M3 und 10 g beim DJI Mic Mini fällt der Gewichtsunterschied kaum ins Gewicht.

Größere Unterschiede zeigen sich bei den Aufnahmemöglichkeiten. Das DJI Mic Mini unterstützt zwei gleichzeitig verbundene Sender pro Empfänger und ist damit auf klassische Interviews, Vlogs und Aufnahmen mit maximal zwei Sprechern ausgelegt. Das LARK M3 ermöglicht dagegen auch Vier-Personen-Aufnahmen mit getrennten Audiospuren sowie die gleichzeitige Übertragung an mehrere Empfänger.

Bei der Akkulaufzeit bietet das DJI Mic Mini laut Hersteller bis zu 11,5 Stunden pro Sender. Außerdem unterstützt es die direkte drahtlose Verbindung mit ausgewählten DJI-Kameras, darunter die Osmo Pocket 3 und die Osmo Action 5 Pro. Für Anwender, die bereits kompatible DJI-Kameras besitzen, entfällt dadurch unter Umständen ein zusätzlicher Empfänger.

Das LARK M3 eröffnet dagegen zusätzliche Möglichkeiten bei der Audiobearbeitung, etwa durch seine individuellen Stimmenprofile und die digitale Vierkanalausgabe. Besonders wenn Ihr regelmäßig mit mehr als zwei Personen arbeitet oder unterschiedliche Aufnahmegeräte gleichzeitig versorgen möchtet, sind diese Funktionen relevant.

Welches System passt zu welchem Aufnahme-Workflow?

Die Entscheidung hängt vor allem davon ab, wie Ihr Eure Aufnahmen organisiert. Für einfache Interviews und mobile Videos deckt das DJI Mic Mini die wesentlichen Anforderungen einer klassischen Zwei-Personen-Funkstrecke ab. Das LARK M3 ermöglicht zusätzlich umfangreichere Mehrpersonen- und Mehrkamera-Konfigurationen und bietet individuelle Möglichkeiten zur Stimmenoptimierung.

Das DJI Mic 3 unterstützt ebenfalls komplexere Produktionen. Seine interne Aufzeichnung und die integrierte Timecode-Funktion sind insbesondere dann interessant, wenn Ihr unabhängige Sicherheitsaufnahmen benötigt oder mehrere Aufnahmegeräte in der Nachbearbeitung synchronisieren möchtet.

Beachtet deshalb nicht nur die Anzahl der unterstützten Mikrofone. Auch der benötigte Aufnahmeweg, vorhandene Kameras und Eure Anforderungen an die Nachbearbeitung entscheiden darüber, welche Funktionen Ihr tatsächlich nutzen könnt.

Unser Fazit zum Hollyland LARK M3

Mit dem LARK M3 erweitert Hollyland sein Angebot kompakter Funkmikrofone um ein System, das besonders auf flexible Mehrpersonenaufnahmen und den gleichzeitigen Einsatz mehrerer Aufnahmegeräte ausgelegt ist.

Seine wesentlichen Merkmale liegen in der Unterstützung von bis zu vier Sendern und vier Empfängern, der möglichen Ausgabe von vier separaten Audiospuren und der zentralen Steuerung bei Mehrkamera Produktionen. Die individuellen Stimmenprofile und die einstellbare Geräuschunterdrückung ergänzen diese Funktionen um zusätzliche Möglichkeiten zur Klangbearbeitung.

Für Videopodcasts und Gruppeninterviews ist insbesondere die separate Aufzeichnung der einzelnen Sprecher interessant. Bei Mehrkamera Produktionen stehen dagegen die gleichzeitige Versorgung unterschiedlicher Aufnahmegeräte und die automatische Rollenverteilung zwischen den Empfängern im Vordergrund.

Allerdings ist nicht jede Funktion mit jeder Anschlussvariante verfügbar. Das gilt insbesondere für die Vierkanalausgabe und die Aufnahme mit 32-Bit-Float. Auch die fehlende interne Aufzeichnung solltet ihr berücksichtigen, wenn ihr für wichtige Produktionen eine unabhängige Sicherheitsaufnahme benötigt.

Wer diese technischen Voraussetzungen bei der Zusammenstellung seines Systems berücksichtigt, erhält mit dem Hollyland LARK M3 ein kompaktes und vielseitig konfigurierbares Funkmikrofon System, das sich an unterschiedliche Anforderungen der modernen Videoproduktion anpassen lässt.

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