Die neue OM SYSTEM PEN
Inhalt
- 1 Kompakte Systemkamera mit Sucher, Bildstabilisierung und individuellen Farbprofilen
- 2 Das klassische PEN-Konzept – modern umgesetzt
- 3 Endlich eine PEN mit integriertem Sucher
- 4 20,4 Megapixel und eine starke Bildstabilisierung
- 5 Der erste Phasenvergleichs-Autofokus in einer PEN
- 6 Individuelle Farblooks direkt aus der Kamera
- 7 Kreativfunktionen ohne zusätzliches Zubehör
- 8 4K-Video und ein eigener S&Q-Modus
- 9 Das neue M.Zuiko Digital 14–42 mm F3.5–5.6 III
- 10 Für wen eignet sich die neue OM SYSTEM PEN?
- 11 Preise und Varianten
- 12 Unser Fazit zur neuen OM SYSTEM PEN
- 13 Technische Daten im Überblick
Kompakte Systemkamera mit Sucher, Bildstabilisierung und individuellen Farbprofilen
Mit der neuen OM SYSTEM PEN bekommt die traditionsreiche Kamerareihe ein umfangreiches Update. Die Kamera bleibt kompakt und leicht, bietet jetzt aber unter anderem einen elektronischen Sucher, einen modernen Phasenvergleichs-Autofokus, eine integrierte 5-Achsen-Bildstabilisierung und zahlreiche kreative Funktionen.
Damit richtet sie sich an alle, die im Alltag oder auf Reisen bewusst fotografieren möchten, ohne ständig eine große Kameraausrüstung mitzunehmen. Auch für den Umstieg vom Smartphone ist die neue PEN interessant: Sie bietet eine einfache Bedienung, gleichzeitig aber genügend Möglichkeiten, um sich fotografisch weiterzuentwickeln.
Das klassische PEN-Konzept – modern umgesetzt
Die Geschichte der PEN reicht bis ins Jahr 1959 zurück. Die ursprüngliche Idee war einfach: Die Kamera sollte sich so selbstverständlich mitnehmen lassen wie Stift und Papier.
Diesen Gedanken greift OM SYSTEM mit der neuen PEN wieder auf. Das Gehäuse misst etwa 125,8 × 74,5 × 43,3 Millimeter und wiegt ohne Akku und Speicherkarte rund 344 Gramm. Einsatzbereit sind es ungefähr 393 Gramm. Die Kamera ist damit kompakt genug für den Alltag, bietet aber dennoch klassische Bedienelemente und einen ausgeprägten Kameragriff. Angeboten wird sie in Schwarz und Silber.
Neu ist außerdem der Wetterschutz. In Kombination mit einem entsprechend geschützten Objektiv ist die Kamera staubgeschützt und nach IPX1 gegen Spritzwasser geschützt. Ein kurzer Regenschauer muss die Fototour damit nicht direkt beenden.

Endlich eine PEN mit integriertem Sucher
Eine der wichtigsten Neuerungen ist der elektronische Sucher. Das OLED-Display löst mit rund 2,36 Millionen Bildpunkten auf und zeigt praktisch den vollständigen Bildausschnitt.
Gerade bei hellem Sonnenlicht ist ein Sucher ein großer Vorteil. Gleichzeitig hilft er dabei, sich stärker auf das Motiv und die Bildgestaltung zu konzentrieren. Statt auf ein Smartphone-ähnliches Display zu schauen, entsteht wieder das klassische Gefühl, tatsächlich mit einer Kamera zu fotografieren.
Alternativ kann der seitlich ausklapp- und drehbare 3-Zoll-Touchscreen verwendet werden. Er eignet sich für Aufnahmen aus niedrigen oder hohen Perspektiven, für Selbstporträts sowie für Vlogs und vertikale Videos.
20,4 Megapixel und eine starke Bildstabilisierung
Im Inneren arbeitet ein 20,4-Megapixel-Live-MOS-Sensor im Micro-Four-Thirds-Format. Die Aufnahmen können als JPEG, als 12-Bit-RAW oder parallel in beiden Formaten gespeichert werden.
Besonders praktisch ist die integrierte 5-Achsen-Bildstabilisierung. Sie gleicht Kamerabewegungen um bis zu 5,5 Belichtungsstufen in der Bildmitte aus. Das erleichtert längere Belichtungszeiten aus der Hand und hilft bei Aufnahmen in Innenräumen, am Abend oder unterwegs.
Da sich die Stabilisierung direkt im Kameragehäuse befindet, funktioniert sie grundsätzlich auch mit Objektiven ohne eigenen Bildstabilisator. Das ist besonders bei kleinen Festbrennweiten ein Vorteil.
Zusätzlich bietet die Kamera einen High-Res-Shot-Modus. Damit lassen sich aus der Hand JPEG-Aufnahmen mit bis zu 50 Megapixeln erstellen. Ein eigener High-Res-Modus für das Stativ ist ebenfalls vorhanden.
Der erste Phasenvergleichs-Autofokus in einer PEN
Auch beim Autofokus macht die neue PEN einen deutlichen Schritt nach vorne. Sie ist die erste Kamera der PEN-Reihe mit einem Phasenvergleichs-Autofokus.
Das System arbeitet mit 121 Kreuzsensor-Messfeldern und wird durch eine KI-gestützte Motiverkennung ergänzt. Bei Fotoaufnahmen erkennt die Kamera Menschen sowie Hunde und Katzen.
Das hilft vor allem bei spontanen Situationen. Spielende Haustiere, Menschen in Bewegung oder kurze Momente auf Reisen lassen sich einfacher verfolgen und scharf festhalten. Für Videoaufnahmen steht zusätzlich eine Gesichts- und Augenerkennung zur Verfügung.
Mit dem elektronischen Verschluss erreicht die Kamera Serienbildgeschwindigkeiten von bis zu 30 Bildern pro Sekunde. Fokus und Belichtung werden dabei mit dem ersten Bild festgelegt.
Ebenfalls an Bord ist Pro Capture. Die Kamera speichert bereits Aufnahmen zwischen, bevor der Auslöser vollständig gedrückt wird. Das kann bei schwer vorhersehbaren Bewegungen den entscheidenden Unterschied machen.
Individuelle Farblooks direkt aus der Kamera
Eine der spannendsten Funktionen sind die Farb- und Monochromprofile. Sie ermöglichen es, einen eigenen Bildstil zu entwickeln und bereits fertige Looks direkt aus der Kamera zu erhalten.
Für Farbaufnahmen stehen vier individuell anpassbare Profile zur Verfügung. Die Sättigung von zwölf einzelnen Farben kann jeweils in mehreren Stufen verändert werden. Dadurch lassen sich beispielsweise warme Reisefotos, reduzierte Pastelltöne oder kräftige Farben gezielt erstellen.
Auch für Schwarzweißaufnahmen gibt es vier Speicherplätze. Hier können unter anderem Farbfilter, Tonungen, Kontrast und Filmkorn angepasst werden.
Die Idee dahinter gefällt uns: Man muss nicht jedes Bild zuerst auf das Smartphone oder Computer übertragen und mit einem Filter bearbeiten. Der eigene Stil entsteht bereits beim Fotografieren.
Über die kostenlose OI.Share App können entsprechende Profile beziehungsweise Rezepte zudem aus vorbereiteten Bilddateien ausgelesen, auf die Kamera übertragen und mit anderen geteilt werden. Ein interessanter Look kann damit als Ausgangspunkt übernommen und anschließend weiter angepasst werden. Hinzu kommen 16 Art-Filter, verschiedene Szenenprogramme und der Color Creator.
Kreativfunktionen ohne zusätzliches Zubehör
Typisch für OM SYSTEM bringt auch die neue PEN zahlreiche Funktionen der Computational Photography mit.
Mit Live ND lässt sich die Wirkung eines Graufilters bis ND16 simulieren. Dadurch können Bewegungen beispielsweise bei fließendem Wasser oder vorbeilaufenden Personen verwischt werden, ohne dass ein physischer ND-Filter eingesetzt werden muss.
Live Composite erleichtert Langzeitbelichtungen bei Nacht. Neue helle Bereiche werden schrittweise ergänzt, während bereits korrekt belichtete Bereiche nicht ständig weiter aufgehellt werden. Das eignet sich unter anderem für Lichtspuren, Feuerwerk oder Light Painting.
Darüber hinaus stehen Live Bulb, Live Time, Focus Bracketing, kamerainternes Focus Stacking, HDR und Mehrfachbelichtungen zur Verfügung.
Viele dieser Funktionen kennt man bereits aus den größeren OM-SYSTEM-Modellen. In der kompakten PEN eröffnen sie besonders unterwegs interessante Möglichkeiten, ohne dass dafür umfangreiches Zubehör benötigt wird.
4K-Video und ein eigener S&Q-Modus
Neben Fotos nimmt die neue PEN auch Videos in 4K mit bis zu 30 Bildern pro Sekunde auf. Cinema-4K ist mit 24 Bildern pro Sekunde möglich. In Full HD stehen bis zu 60 Bilder pro Sekunde zur Verfügung.
Über den eigenen S&Q-Modus lassen sich Zeitlupen- und Zeitraffereffekte aufnehmen. Abhängig von der gewählten Auflösung und Wiedergabefrequenz sind Aufnahmeraten zwischen einem und 120 Bildern pro Sekunde möglich. Die Farb- und Monochromprofile können auch für Videos verwendet werden. Darüber hinaus bietet die Kamera OM-Log400 sowie die Videoprofile OM-Cinema1 und OM-Cinema2.
Vertikal aufgenommene Videos werden direkt mit der passenden Ausrichtung gespeichert. Das erleichtert die Weiterverarbeitung für Reels, Shorts und andere Social-Media-Formate.
Für einen besseren Ton kann über den 3,5-Millimeter-Anschluss ein externes Mikrofon angeschlossen werden. Die integrierte Bildstabilisierung unterstützt außerdem ruhigere Aufnahmen aus der Hand.
Das neue M.Zuiko Digital 14–42 mm F3.5–5.6 III
Passend zur Kamera bringt OM SYSTEM das neue M.Zuiko Digital 14–42 mm F3.5–5.6 III auf den Markt.
Der Brennweitenbereich entspricht 28 bis 84 Millimetern im Kleinbildformat. Damit deckt das Objektiv viele typische Aufnahmesituationen ab: Landschaften, Reisen, Streetfotografie, Alltagsszenen und Porträts. Das Zoomobjektiv wiegt rund 125 Gramm und misst eingefahren etwa 60 × 50,5 Millimeter. Zusammen mit Kamera, Akku und Speicherkarte kommt die Kombination auf ungefähr 518 Gramm.
Durch den Einfahrmechanismus bleibt das Objektiv beim Transport besonders kompakt. Es bietet ebenfalls einen Staub- und Spritzwasserschutz nach IPX1, wenn es an einer entsprechend geschützten Kamera verwendet wird. Die Naheinstellgrenze beträgt 13 Zentimeter bei 14 Millimetern und 30 Zentimeter bei 42 Millimetern. Dadurch lassen sich auch kleinere Motive oder Details aus kurzer Entfernung aufnehmen.
Für wen eignet sich die neue OM SYSTEM PEN?
Die neue PEN ist interessant für alle, die eine leichte und kompakte Kamera für Reisen und den Alltag suchen, aber nicht auf einen Sucher, eine gute Bildstabilisierung und Wechselobjektive verzichten möchten.
Einsteiger profitieren von den automatischen Funktionen, der Motiverkennung und den verschiedenen Kreativmodi. Gleichzeitig bietet die Kamera genügend manuelle Möglichkeiten, um sich intensiver mit Fotografie zu beschäftigen.
Besonders gut passt sie zu:
- Reise- und Streetfotografie
- Familien- und Alltagsaufnahmen
- Porträts
- Haustierfotografie
- kreativen Farb- und Schwarzweißaufnahmen
- Reels, Shorts und anderen Social-Media-Inhalten
Das neue 14–42-mm-Kit ist ein flexibler Einstieg. Wer später mehr Lichtstärke oder eine stärkere Hintergrundunschärfe möchte, kann das System beispielsweise mit dem M.Zuiko Digital 17 mm F1.8 II, 25 mm F1.8 II oder 45 mm F1.8 erweitern.

Preise und Varianten
Die OM SYSTEM PEN wird in Schwarz und Silber angeboten. Das Kit mit dem schwarzen M.Zuiko Digital 14–42 mm F3.5–5.6 III ist ebenfalls mit schwarzem oder silbernem Kameragehäuse erhältlich.
Unser Fazit zur neuen OM SYSTEM PEN
Die neue OM SYSTEM PEN bleibt der ursprünglichen Idee der Baureihe treu: Sie ist kompakt, leicht und soll möglichst oft dabei sein.
Gleichzeitig ist sie deutlich vielseitiger als frühere PEN-Modelle. Der integrierte Sucher, der neue Phasenvergleichs-Autofokus, die 5-Achsen-Bildstabilisierung und der Wetterschutz machen sie zu einer interessanten Kamera für Reisen und den Alltag.
Besonders spannend finden wir die anpassbaren Farb- und Monochromprofile. Sie laden dazu ein, sich bereits beim Fotografieren mit dem eigenen Bildstil zu beschäftigen, statt jedem Foto später den gleichen Smartphone-Filter zu geben.
Zusammen mit den vielen Kreativfunktionen und der großen Auswahl an Micro-Four-Thirds-Objektiven entsteht eine Kamera, die den Einstieg leicht macht, aber auch genügend Möglichkeiten für die weitere fotografische Entwicklung bietet.
Technische Daten im Überblick
| Merkmal | OM SYSTEM PEN |
|---|---|
| Sensor | 20,4 MP Live MOS, Micro Four Thirds |
| Bildstabilisierung | 5 Achsen, bis zu 5,5 EV-Stufen in der Bildmitte |
| Autofokus | 121 Kreuzsensor-PDAF-Felder plus Kontrast-AF |
| Motiverkennung bei Fotos | Menschen, Hunde und Katzen |
| Serienaufnahme | bis zu 30 Bilder pro Sekunde, Fokus und Belichtung ab dem ersten Bild fixiert |
| Sucher | OLED-EVF mit ca. 2,36 Millionen Bildpunkten |
| Monitor | 3 Zoll, ausklapp- und drehbar, Touchscreen |
| Video | Cinema-4K/24p, 4K/30p und Full HD/60p |
| Kreativfunktionen | Farb- und Monochromprofile, Live ND bis ND16, Live Composite, High Res Shot, Focus Stacking, HDR und Pro Capture |
| Wetterschutz | IPX1 mit kompatiblem, spritzwassergeschütztem Objektiv |
| Abmessungen | ca. 125,8 × 74,5 × 43,3 mm |
| Gewicht | ca. 344 g ohne Akku und Speicherkarte, ca. 393 g einsatzbereit |
| Akku | BLS-7, ca. 410 Aufnahmen nach CIPA |
| Anschlüsse und Funk | USB-C, Micro-HDMI, 3,5-mm-Mikrofoneingang, WLAN und Bluetooth 5.2 |
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